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APROPOS Ausgabe 3/21
Heute fit für morgen

Jünger werden wir alle nicht. Doch mit ein paar kleinen Veränderungen des Alltags lasst sich das Wohlbefinden bis ins hohe Alter steigern.

Von Marlies Seifert

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Sind Sie über 25? Dann gehören Sie biologisch gesehen bereits zum alten Eisen. Die Knochendichte erreicht bei Menschen um 25 Jahre den höchsten Wert, danach nimmt sie alle 10 Jahre um 10 Prozent ab. Ab 30 nimmt auch die Funktionalität des Herz-Kreislauf-Systems ab, vor allem wenn es nicht gefordert wird. Sodass sich bei den meisten ab Mitte 50 die ersten Wehwehchen und ein deutlicher Leistungsabfall bemerkbar machen. Grund zum Verzagen? Ganz und gar nicht, denn es gibt zwei gute Nachrichten. Erstens: Sie können den Alterungsprozess durch eine gesunde Lebensweise verlangsamen. Zweitens: Es ist nie zu spät dafür. Wir haben für Sie die vier wichtigsten Punkte dazu zusammengestellt.

Ernährung

Ab dem 65. Altersjahr beschleunigt sich der Muskelabbau. Gleichzeitig verändert sich auch der Stoffwechsel. Im Vergleich zu jüngeren Jahren brauchen Seniorinnen und Senioren rund 200 bis 300 Kalorien weniger pro Tag. Übergewicht gehört zu den grössten Risikofaktoren für eine Entwicklung von Typ-2-Diabetes. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung im Alter entscheidend. Wichtig sind dabei vor allem Proteine. Sie sind die beste Nahrung für starke Muskeln. Genauso wie Vitamin D, das zusammen mit Calcium auch für starke Knochen sorgt. Um einen Vitamin-D-Mangel zu vermeiden, wird ab 60 zudem die Einnahme von entsprechenden Präparaten empfohlen.

Psyche

Depressionen sind die häufigste psychische Störung im höheren Lebensalter: Etwa 18 Prozent der älteren Menschen sind davon betroffen – deutlich mehr als in jüngeren Jahren. Mit fortschreitendem Alter mehren sich die Verlusterfahrungen. Der Alltag verändert sich, der Körper wird schwacher, die Mobilität ist vielleicht eingeschränkt. Klingt anstrengend? Ist es auch! Stress im Alter ist ein ernst zu nehmendes Problem. Gönnen Sie sich deshalb unbedingt genügend Schlaf- und Erholungszeit. Die beste Vorsorge gegen Einsamkeit ist die frühzeitige Suche nach einem Hobby. So lernen Sie Neues und bleiben in Kontakt mit anderen Menschen.

Bewegung

Nichts bremst Altersbeschwerden besser als ein aktiver Lebensstil. Empfohlen sind mindestens 2,5 Stunden Bewegung pro Woche bei einer mittleren Intensität (z.B. zügiges Gehen) oder 75 Minuten intensive Bewegung (z.B. Schwimmen). Verteilen Sie die Aktivität am besten auf mehrere Tage. Und vergessen Sie Aufwärmen und Dehnen nicht! Reservieren Sie zudem eine Ihrer wöchentlichen Sporteinheiten für Krafttraining. Das stärkt nicht nur die Muskeln, sondern verbessert auch Beweglichkeit und Koordination. Übrigens auch bei bereits vorhandenen Einschränkungen wie Arthrose oder Rheuma ist Bewegung möglich und sinnvoll.

Gedächtnis

Es ist normal, mit dem Alter vergesslicher zu werden. Denn mit den Jahren verlangsamen sich die Prozesse, mit denen das Gehirn Informationen speichert und abruft. Nicht jede Gedächtnislücke muss gleich ein Warnsignal für Alzheimer sein, auch wenn ab 60 das Risiko ansteigt, an Demenz zu erkranken. Studien belegen, dass altersbedingte mentale Einbussen mit regelmassigen Denkaktivitäten effektiv verzögert werden können. Will heissen: Regelmassiges Training lohnt sich nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Halten Sie Ihre Zellen mit Lesen und Rätseln in Schwung!

 

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Ab 50 ist das Überprüfen bestimmter Gesundheitswerte sinnvoll, auch wenn Sie sich fit und im besten Alter fühlen. Mit dem Herz-Kreislauf-Check (Dauer: ca. 25 Minuten) können Sie in vielen TopPharm Apotheken unkompliziert überprüfen lassen, wie es um Ihre Herzgesundheit steht. Wir messen Blutdruck, Blutzucker, Bauchumfang sowie den Puls. Auf Basis der Daten erstellen wir anschliessend Ihr persönliches Risikoprofil. Ergänzend dazu erhalten Sie persönlich auf Sie abgestimmte Tipps für mehr Bewegung und Gesundheit im Alltag sowie die dazu notwendigen Präparate.