Diese Bakterien können Giftstoffe absondern, welche die Blutgefässe angreifen können, und so zum charakteristischen Scharlach Hautausschlag führen können: Nach Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen, zeigen sich dicht beieinanderstehende, stecknadelkopfgrosse, intensiv rot gefärbte Flecken, welche gut von Masern und Röteln unterscheidbar sind. Auch färbt sich die Zunge weisslich und danach intensiv rot («Himbeerzunge»).
Mehr zu den Kinderkrankheiten erfahren Sie hier.
Was Sie tun können
- Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht. Wichtig ist deshalb die Isolierung von Betroffenen.
- Achten Sie speziell in der kalten Jahreszeit auf die gängigen Regeln zum Selbstschutz gegen Atemwegserkrankungen.
- Sorgen Sie mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen und genügend Bewegung für ein funktionierendes Immunsystem.
Schon gewusst?
Um eine Infektion möglichst zielgerichtet zu behandeln, ist es absolut zentral, zwischen Viren und Bakterien unterscheiden zu können. Dies sind die grundlegendsten Unterschiede:
Unterscheidung Viren und Bakterien
| Viren | Bakterien | |
| «Biologischer» Unterschied | Viren müssen eine geeignete Wirtszelle infizieren, um zu überleben. | Bakterien sind lebende Organismen (Einzeller) und können sich potentiell ausserhalb des Wirts vermehren. |
| Mögliche Infektionswege | Tröpfchen-, Schmier- oder Kontaktinfektionen: Die Verbreitung kann bei Viren potentiell extrem schnell sein | Ebenfalls Tröpfchen-, Schmier- oder Kontaktinfektionen: Gewisse Bakterien können über Jahre auch bei unwirtlichen Bedingungen überdauern. |
| Kann man sie bekämpfen? | Für gewisse Viren (zum Beispiel das Herpes-simplex-Virus) gibt es sogenannte antivirale Wirkstoffe, welche direkt die Virenvermehrung hemmen. Das FSME-Virus kann beispielsweise nicht direkt bekämpft werden. | Antibiotika hemmen gewisse Bakterien direkt. Die Anwendung soll nur auf Verordnung erfolgen und die entsprechende Anleitung muss genau befolgt werden. Bei unsachgemässer Anwendung können Bakterien sonst reistent werden. |
| Kann man impfen? | Teilweise ja; zum Beispiel bei Influenza- oder Polioviren. | Ebenfalls zum Teil ja, beispielsweise Tetanus |
| Beispiele | Erkältung, Grippe, FSME | Bakterielle Lungen- und Mittelohrentzündung, Borreliose |
Sind Sie nicht sicher, ob diese Krankheit auf Sie zutrifft, wenden Sie sich an eine Apothekerin oder an einen Apotheker oder lassen Sie Ihre Symptome von einer Ärztin oder einem Arzt detailliert abklären.