Dies kann über die (intakte) Haut, über Schleimhäute, über Wunden oder über Medizinprodukte erfolgen. Dies kann direkt zwischen Erkrankten geschehen («Kontaktinfektion»), über infektiöse Gegenstände («Schmierinfektion») oder über aus- und eingeatmete Sekrettröpfchen aus Atemwegen («Tröpfcheninfektion»), in welchen Erreger genügend überleben können.

Bei uns haben Bakterien und Viren als Erreger die grösste Relevanz: Um eine Infektion möglichst zielgerichtet zu behandeln, ist es absolut zentral, zwischen Viren und Bakterien unterscheiden zu können.

Unterscheidung Viren und Bakterien

 VirenBakterien
«Biologischer» UnterschiedViren müssen eine geeignete Wirtszelle infizieren, um zu überleben.Bakterien sind lebende Organismen (Einzeller) und können sich potentiell ausserhalb des Wirts vermehren.
Mögliche InfektionswegeTröpfchen-, Schmier- oder Kontaktinfektionen: Die Verbreitung kann bei Viren potentiell extrem schnell seinEbenfalls Tröpfchen-, Schmier- oder Kontaktinfektionen: Gewisse Bakterien können über Jahre auch bei unwirtlichen Bedingungen überdauern. 
Kann man sie bekämpfen?Für gewisse Viren (zum Beispiel das Herpes-simplex-Virus) gibt es sogenannte antivirale Wirkstoffe, welche direkt die Virenvermehrung hemmen. Das FSME-Virus kann beispielsweise nicht direkt bekämpft werden. Antibiotika hemmen gewisse Bakterien direkt. Die Anwendung soll nur auf Verordnung erfolgen und die entsprechende Anleitung muss genau befolgt werden. Bei unsachgemässer Anwendung können Bakterien sonst reistent werden. 
Kann man impfen?Teilweise ja; zum Beispiel bei Influenza- oder Polioviren.Ebenfalls zum Teil ja, beispielsweise Tetanus
BeispieleErkältung, Grippe, FSMEBakterielle Lungen- und Mittelohrentzündung, Borreliose

Beispiele von Infektionen sind:

Eine Vergiftung oder «Intoxikation» bezeichnet eine durch Giftstoffe (Strahlung, Chemikalien, biologische Giftstoffe, Rauch etc.) ausgelöste Beschwerden (Bsp. gestörter Stoffwechsel, Kopfschmerzen, Hautreaktionen etc.). Bei gilt: Die Art der Beschwerde wird durch die Art des Giftes vorgegeben, und die Intensität der Beschwerde durch die Dosis (oder: «Die Dosis macht das Gift»). Ein prominentes Beispiel für eine Vergiftung ist die Lebensmittelvergiftung.

Sind Sie nicht sicher, ob diese Krankheit auf Sie zutrifft, wenden Sie sich an eine Apothekerin oder an einen Apotheker oder lassen Sie Ihre Symptome von einer Ärztin oder einem Arzt detailliert abklären.