Wie entstehen Halsschmerzen?

Es beginnt oft schleichend: ein leichtes Kratzen im Hals, das beim Schlucken stört. Binnen Stunden kann daraus ein schmerzhaftes Brennen werden, das selbst Sprechen zur Qual werden lassen kann. Halsschmerzen zählen besonders in der kälteren Jahreszeit zu den weit verbreiteten Beschwerden. In den meisten Fällen steckt eine gewöhnliche Erkältung dahinter. Viren befallen die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum und lösen dort eine Entzündung aus. Der Körper reagiert mit verstärkter Durchblutung und Schwellung, und beginnt zu schmerzen. Nach drei bis sieben Tagen hat das Immunsystem die Eindringlinge meist erfolgreich bekämpft. Doch nicht immer sind Erkältungsviren die Übeltäter. Manchmal liegt die Ursache ganz woanders: beispielsweise bei Allergien, saurem Aufstossen oder schlicht zu trockener Luft.

Die häufigsten Auslöser: Erkältung, Grippe, Mandelentzündung oder COVID-19

Erkältung

Der Klassiker unter den Halsschmerz- Verursachern. Rhinoviren und andere Erkältungserreger befallen die oberen Atemwege. Typisch sind zusätzlich verstopfte Nase, Husten und manchmal leichtes Fieber.

Grippe (Influenza)

Anders als bei einer Erkältung beginnt die echte Grippe meist schlagartig. Hohes Fieber, starke Gliederschmerzen und heftige Halsschmerzen sind mögliche Anzeichen. Das Schlucken wird zur schmerzhaften Angelegenheit.

Mandelentzündung (Angina)

Gerötete, geschwollene Mandeln mit weisslichen Belägen sind typisch. Schlucken bereitet starke Schmerzen, oft kommt Fieber hinzu. Die Entzündung kann durch Viren oder Bakterien verursacht werden.

COVID-19

In den letzten Jahren ist auch eine Infektion mit SARS-CoV-2 ein häufiger Auslöser für Halsschmerzen geworden. Nebst Halsschmerzen gehören Husten und Schnupfen zu den häufigsten ersten Symptomen.

Andere Auslöser: Allergien, Reizstoffe und saurer Reflux

Manchmal stecken ungewöhnlichere Ursachen hinter den Beschwerden. Magensäure, die in den Rachen zurückfliesst, kann dort Reizungen verursachen – das sogenannte «saure Aufstossen ». Allergien gegen Pollen oder Hausstaub führen zu Niesattacken und kratzendem Hals. Zigarettenrauch, trockene Heizungsluft oder chemische Dämpfe reizen die empfindlichen Schleimhäute. Und wer viel spricht oder singt, überlastet manchmal seine Stimmbänder. 

Salzwasser gurgeln: Ein bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen

Geben Sie einen Teelöffel Kochsalz in ein Glas lauwarmes Wasser und rühren Sie um, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Gurgeln Sie mehrmals täglich mit dieser Lösung – das Salzwasser befeuchtet.

Wann sollte man bei Halsschmerzen zum Arzt?

Die meisten Halsschmerzen verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst. Doch manchmal sind stärkere Beschwerden oder zusätzliche Symptome ein Hinweis darauf, dass ärztliche Abklärung nötig ist. Wenn zum Beispiel die Schmerzen länger als drei Tage anhalten, hohes Fieber oder stark geschwollene Lymphknoten dazukommen. Auch bei Atemnot oder wenn das Schlucken kaum noch möglich ist, sollten Sie eine medizinische Fachperson aufsuchen. Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten. Wiederkehrende oder sehr starke Halsschmerzen sowie Halsschmerzen begleitet von Hautausschlägen oder Gelenkschmerzen, gehören ebenfalls medizinisch abgeklärt.

 

Halsschmerzen lindern: Tipps für den Alltag

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Stilles Wasser oder lauwarme Kräutertees halten die Schleimhäute feucht.

Wärmeanwendungen: Ein warmer Schal oder ein feuchtwarmer Halswickel können Linderung bringen.

Helfer aus der Apotheke: Lutschtabletten mit lokal betäubender Wirkung lindern den Schmerz direkt im Rachen. Rachensprays oder Gurgellösungen mit aseptischen Wirkstoffen bekämpfen zusätzlich Krankheitserreger. Auch pflanzliche Präparate können unterstützend eingenommen werden.

 

Halsschmerzen in der Apotheke abklären lassen

In vielen TopPharm Apotheken können Sie bei Halsschmerzen eine medizinische Erstabklärung vornehmen lassen. Direkt anschliessend erhalten Sie noch vor Ort das richtige Medikament – gegebenenfalls auch ein rezeptpflichtiges.

Halschmerzen? Gut beraten in der Apotheke
Hier finden Sie die nächste TopPharm Apotheke