Ein Bluthochdruck beginnt mit zunehmendem Alter meist ohne feststellbare direkte Ursache, begünstigt durch vererbbare Veranlagungen, Übergewicht und einem ungesunden Lebensstil. Obwohl anfänglich in der Regel nicht «spürbar», übt der über Jahre und Jahrzehnte zu hohe Blutdruck eine Überbelastung auf das Herz- und Gefässsystem sowie die Organe aus.

Mögliche Folgen: Eine krankhafte Veränderung des Herzmuskels führen zu einer Herzschwäche, geschädigte Kleinstgefässe können eine Nierenschädigung bewirken, die Gefässverkalkung wird gefördert und damit auch das Risiko für potentiell lebensbedrohliche Komplikationen wie Schlaganfälle.

Es gibt effektive Massnahmen wie erhöhte sportliche Aktivität und Umstellung der Ernährung, welche einem Bluthochdruck vorbeugen oder diesen gar senken können. Mit zunehmendem Alter ist ein gesunder Lebensstil und eine periodische Kontrolle des Blutdrucks umso wichtiger, um gemäss dem individuellen Risikoprofil frühzeitig Massnahmen anzupassen. Bei zu hohem Blutdruck können verschiedenen blutdrucksenkende Medikamente verordnet werden, sogenannte «Antihypertensiva», welche konsequent eingenommen werden müssen.

Bluthochdruck lässt sich nicht «spüren» und wird anfänglich gar nicht, oder nur durch unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schwindel oder Tinnitus («Ohrensausen») bemerkt.

Der Blutdruck wird mit einer speziellen Druckmanschette am Oberarm bestimmt. Bluthochdruck wird definiert über einen «systolischen» Blutdruckwerte (d.h. während Pumpvorgang des Herzens) von über 140 mm Hg und/oder einen «diastolischen» Blutdruckwert (d.h. während Füllvorgang des Herzens) von ≥ 90 mm Hg.

Meist muss einen Blutdruck mehrmals in Serie bestimmt werden. Gegebenenfalls wird auch eine Langzeit-Blutdruckmessung oder eine häusliche Messung nötig.

Kurz- oder Mittelfristige Blutdruckschwankungen sind normal, etwa beim Sport, wo wir fast eine Verdopplung des Blutdrucks «wegstecken». In 9 von 10 Fällen ist die Ursache eines krankhaften Bluthochdrucks unbekannt. Dieser wird dann als «primär» oder «essentiell» bezeichnet und tritt meist nach dem 30. Lebensjahr auf. Eine «sekundärer» Bluthochdruck tritt als Folge eines bekannten Auslösers oder einer anderen Grunderkrankung auf, zum Beispiel durch eine Schlafapnoe.

Begünstigende Faktoren sind unter anderem hohes Alter, vererbbare Veranlagungen, Übergewicht oder Fettleibigkeit, Rauchen, Alkohol und bewegungsarmen Lebensstil.

In der Schweiz ist 1 von 5 Personen betroffen, Schweizer mehr als Schweizerinnen, mit steigender Tendenz.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen (Qualität vor Quantität). Wählen Sie gesunde Fette und Öle, sowie ausreichend Früchte, Nüsse, Gemüse und Fisch.
  • Verwenden Sie Kochsalz zurückhaltend.
  • Lassen Sie sich durch Gesundheitsfachpersonen beraten und nach Bedarf Ihren Blutdruck messen.
  • Bewegen Sie sich regelmässig und mindestens 150 Minuten pro Woche davon so, dass Sie ausser Atem kommen.
  • Achten Sie auf ein Körpergewicht in gesundem Rahmen.
  • Vermeiden Sie soweit möglich übermässigen Stress.
  • Rauchen Sie nicht und konsumieren Sie Alkohol in gutem Mass.

Das metabolische Syndrom oder «Wohlstandssyndrom» bezeichnet eine Kombination von besorgniserregenden Anzeichen von Stoffwechselerkrankungen, welche auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko hindeuten. Es empfiehlt sich deshalb, das persönliche Risikoprofil frühzeitig bestimmten zu lassen.

Diese Kombination setzt sich folgendermassen zusammen:

  1. 1. Fettsucht (→ Adipositas), mit einem Taillenumfang von ≥94 cm (Männer) respektive ≥80 cm (Frauen)
  2. 2. Zusätzlich mindestens zwei der vier folgenden Faktoren:
    1. Hohe Blutfettwerte (sogenannte Triglyceride)
    2. Tiefer Blutspiegel an «gutem» HDL-Cholesterin (siehe erhöhtes Cholesterin)
    3. Bluthochdruck (Hypertonie)
    4. Erhöhter Nüchtern-Blutzucker oder «Altersdiabetes» (Typ 2 Diabetes)

Arterielle Hypertonie

Ist im alltäglichen Sprachgebrauch «Bluthochdruck» oder «Hypertonie» das Thema, meint dies in aller Regel die «arterielle Hypertonie», also zu hohen Blutdruck in unserem Körperkreislauf. Daneben gibt es seltenere, aber dennoch medizinisch relevante Formen des Bluthochdrucks, insbesondere der «pulmonalen Hypertonie» oder Bluthochdruck im Lungenkreislauf.

Was bedeutet mm Hg?

«Millimeter Quecksilber» oder kurz mm Hg ist im Grunde eine ältere Messgrösse für Druck im Allgemeinen. Dies hat sich seit den früheren (ersten) Blutdruckmessgeräten so eingebürgert.

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