Bienengiftallergie: Nach dem Stich verlieren Bienen den Stachel, welcher schnell aus der Haut gezogen werden muss. Gefährlich wird es insbesondere in der Nähe von Bienennestern.
Wespengiftallergie: Wespen sind im Spätsommer am aktivsten, wenn in Obsthainen viel faulende Früchte am Boden liegen. Eine Wespe kann mehrmals stechen.
Nach einem ersten (oder zahlreichen) Insektenstichen ohne Allergieanzeichen zeigen Betroffene plötzlich intensive Schmerzen, Rötungen und Schwellungen in einem grossen Radius um die Stichstelle. Auch Übelkeit, Unwohlsein und Atemnot können von Beginn weg auftreten. Bei Insektengiftallergien kann es auch zu einem schwerwiegenden allergischen Schock kommen, auch anaphylaktischen Schock oder «Anaphylaxie» genannt. Beginnend mit Schwellungen, Juckreiz und Hautrötung im Gesicht und am restlichen Körper, können sich eine potentiell lebensbedrohende Atemnot und Herz-Kreislauf-Beschwerden einstellen.
Deshalb ist es zentral, dass man sich erstens bei Verdacht auf Insektengiftallergie testet, zweitens soweit möglich einen Insektenstich meidet und drittens bei Ausflügen stets die passende resp. verordnete Notfallmedikation dabeihat.
Kurz nach einem Insekten-Stich oder -Biss im Bereich der Einstichstelle:
• Intensiver Juckreiz, Brennen und Schmerzen
• Starke Rötungen und Schwellungen (mehr als Handflächengross)
Dazu kann Übelkeit, Erbrechen und auch Durchfall auftreten. In schweren Fällen auch Atemnot, Herzrasen und Hautausschläge am ganzen Körper.
Aufschluss über eine mögliche Insektengiftallergie gibt die Untersuchung beim Allergologen.
Die allergieauslösende Substanz («Allergene») sind in diesem Fall Giftstoffe, welche eine intensive und rasche allergische Reaktion in der Haut auslösen. Mindestens ein erster Stich bleibt jeweils ohne Allergieanzeichen, da unser Immunsystem sich zuerst auf das Insektengift «sensibilisiert» (analog zu anderen Allergiearten). Da oft einige Zeit bis zu einem nächsten Stich vergeht, kann man sensibilisiert oder «Insekten-Allergiker» sein, ohne es zu wissen.
In der Schweiz leiden 3.5% der Bevölkerung an einer Insektengiftallergie.
- Lassen Sie sich bei Verdacht auf eine mögliche Insektengiftallergie testen.
- Gehen Sie nicht barfuss und tragen Sie soweit möglich schliessende Kleidung, auch im Sommer.
- Achten Sie in offenen Fahrzeugen (bsp. Fahrräder) auf eine passende Ausrüstung wie Helm, Brille/Visier und Kleidung, in welchen sich Insekte schlecht verfangen können.
- Keine stark parfümierte Haarsprays, Shampoos und Sonnencremen verwenden
- Motoradfahren nur mit geschlossenem Helm/Visier, Handschuh und Körper bedeckende Kleidung tragen
- Bienenschwärme in der Nähe des Wohnortes oder Arbeitsortes der Feuerwehr oder einem lokalen Imker melden
Schon gewusst?
Seltenere Auslöser für Insektengiftallergien sind unter anderem:
● Hornissen
● Hummeln
● Bremsen
● Mücken
● Ameisen
● Selbst Zecken, welche nicht zu den Insekten gehören, können Allergien auslösen
Im Mund oder Rachenraum kann auch bei Nicht Allergischen Personen eine lebensgefährliche Schwellung auftreten
Bei der Bienen und Wespengiftallergie bringt die Behandlung (Hyposensibilisierung) durch einen Allergologen sehr gute Resultate.
Hilfe aus der Apotheke
Unsere Fachpersonen können bei einer starken Reaktion nach einem Stich helfen.