Topinambur
Topinambur ist vor allem in der kalten Jahreszeit von Oktober bis Ende März erhältlich. Die knollige Verwandte der Sonnenblume enthält viel Inulin – einen Ballaststoff, der die Darmflora unterstützt – sowie Kalium, Eisen und B-Vitamine. Da Topinambur kaum verwertbare Kohlenhydrate enthält, wird die Knolle gerne als Low-Carb-Variante zur Kartoffel verwendet. Ihr leicht süsslich-nussiger Geschmack erinnert allerdings mehr an Pastinaken und Artischocke als an Kartoffeln. Topinambur schmeckt roh als Salat, gebacken in der Pfanne oder im Ofen, als cremiges Püree oder Suppe. Da Inulin empfindlichen Personen anfangs Blähungen bereiten kann, empfiehlt sich eine langsame Steigerung der Menge.
Federkohl
Federkohl ist ein regionales Superfood: Er liefert reichlich Vitamin C und Vitamin K, Beta-Karotin sowie Kalzium, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe. Traditionell ein Wintergemüse, ist der Kohl mittlerweile auch im Frühling beliebt, wenn die jungen Blätter noch zart und mild sind. Dann eignen sie sich besonders gut zum Roh essen, etwa als Salat oder in Smoothies. Mit seinem herben Aroma eignet er sich aber auch für Eintöpfe oder zum Schmoren. Unbedingt probieren: knusprig gebackene Ofenchips aus Grünkohlblättern mit etwas Olivenöl und Salz.
Cicorino rosso
Cicorino rosso ist mit seinen rot-weissen Blättern ein echter Hingucker und das ganze Jahr über erhältlich. Seine feinen Bitterstoffe können die Verdauung anregen sowie Leber und Galle unterstützen. Zudem liefert Cicorino rosso Folsäure und Vitamin K. Der typisch bittere, leicht nussige Geschmack lässt sich durch lauwarmes Waschen, kräftige Dressings oder etwas fruchtige Süsse im Salat abmildern. Cicorino rosso schmeckt aber nicht nur roh im Salat, er macht sich ebenso gut kurz gebraten, grilliert oder geschmort.
Mairübchen
Mairübchen haben nur eine kurze Saison von April bis Juni und gehören zu den zartesten Frühlingsgemüsen. Die kleinen weissen Rübchen enthalten Vitamin C, Folsäure, Kalium und Ballaststoffe. Ihr mild-süssliches Aroma eignet sich hervorragend für Salate, zum Dünsten oder zum leichten Karamellisieren in der Pfanne. Je kleiner die Rübchen, desto zarter und feiner sind sie im Geschmack. Auch die würzigen grünen Blätter sind essbar und schmecken klein gehackt in Gemüsegerichten oder Salaten.
Pak Choi
Pak Choi ist ein mild-aromatischer asiatischer Kohl, der ganzjährig erhältlich ist. Er liefert Vitamin A, C und K sowie Kalzium. Der knackige Kohl hat einen milden Geschmack mit leichtem Senfaroma und ist rasch gar. Beim Zubereiten die Stängel aus den Blättern schneiden. Sie haben eine etwas längere Garzeit als die Blätter, die erst kurz vor Ende der Garzeit hinzugefügt werden sollten. Pak Choi ist ideal für Wokgerichte, Suppen oder wie Spinat gedünstet als Beilage.
Rezept-Tipp: Topinambur-Waffeln mit farbigem Salat
Zutaten für 4 Portionen
Topinambur-Waffeln:
- 750g Topinambur
- 1 Kartoffel (ca. 150g)
- 2 Frühlingszwiebeln
- ½ Bund Schnittlauch
- 3 Eier (Grösse M)
- 120 g Dinkel-Vollkornmehl
- 1 TL Salz
- 1 Msp. Muskatnuss
- Etwas Öl für das Waffeleisen
Salat:
- 200g junger Federkohl
- ½ Cicorino rosso
- 30g geröstete und grob gehackte Baumnusskerne
- 2 entsteinte und fein geschnittene Datteln
Dressing:
- Saft einer ganzen Orange
- Saft einer halben Zitrone
- 1 TL Ahornsirup
- 3 EL Olivenöl
Zubereitung
Salat
- Federkohl vorbereiten: Den Kohl waschen, gut abtropfen lassen, die groben Stiele entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
- Dressing: Orangensaft, Zitronensaft, Ahornsirup und Olivenöl verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Massieren: Das Dressing über den Kohl geben und mit den Händen kräftig durchkneten. Das macht den Kohl weich und bekömmlich.
- Verfeinern: Cicorino rosso zupfen, mit Nüssen und Datteln unter den Kohl mischen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Waffeln
- Gemüse & Kräuter: Frühlingszwiebeln in feine Ringe, Schnittlauch in Röllchen schneiden. Topinambur und Kartoffel waschen, schälen und grob raspeln.
- Teig anrühren: Eier mit Salz und Muskat verquirlen. Das Dinkel-Vollkornmehl unterrühren.
- Mischen: Das geraspelte Gemüse und die Kräuter unter die Eimasse heben.
- Backen: Das Waffeleisen fetten. Die Masse portionsweise ca. 5–6 Minuten goldbraun ausbacken. Herausnehmen, auf ein Kuchengitter legen.Auf diese Weise ca. acht eckige Waffeln oder Herzwaffeln backen.
Serviervorschlag
Richte die warmen Waffeln zusammen mit dem Salat an. Tipp: Dazu passt frischer Schnittlauchquark.