Schmerzen – ein Warnsignal des Körpers
Schmerzen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Vom Muskelkater nach der Joggingrunde bis hin zu dem akuten Schmerz, wenn wir uns in den Finger schneiden, gehören Schmerzen leider zum Alltag von uns Menschen. Und auch wenn wir auf Schmerzen lieber verzichten würden, so sind sie doch ein wichtiges Alarmsignal unseres Körpers. Dieser Alarm funktioniert folgendermassen: Spezialisierte Sinneszellen, sogenannte Nozizeptoren, registrieren Hitze, Druck oder Entzündungen und leiten diese Information über Nervenbahnen ans Gehirn weiter. Dort entsteht das bewusste Schmerzempfinden – und zugleich ein Lerneffekt: Haben wir uns einmal die Finger verbrannt, fassen wir das heisse Blech in Zukunft nicht mehr an. Neben diesem «klassischen» Warnschmerz gibt es sogenannte neuropathische Schmerzen, welche durch geschädigte Nerven ausgelöst werden. Hält der Schmerz länger an, verliert er seine Schutzfunktion und wird selbst zur Krankheit. Man spricht dann von chronischem Schmerz.
Schmerz, lass nach
So vielfältig wie die Schmerzen sind auch die Therapien. Akute Schmerzen lassen sich oft mit entzündungs- und schmerzlindernden Medikamenten behandeln. Bei neuropathischen Schmerzen kommen spezielle Arzneimittel zum Einsatz, die auf das Nervensystem wirken. Doch Medikamente allein genügen selten. Die Ursache der Schmerzen muss angegangen werden. Wer beispielsweise nach einem langen Tag im Büro unter Rückenschmerzen und Spannungskopfweh leidet, kann die Schmerzen kurzfristig mit Medikamenten lindern. Langfristig wird jedoch nur eine Veränderung der Lebensgewohnheiten mit mehr Bewegung helfen. Chronische Schmerzen werden am wirksamsten behandelt, wenn verschiedene Therapieformen kombiniert werden – etwa Medikamente, psychologische Unterstützung und körperliche Behandlungen wie Physiotherapie. Entscheidend ist, die Ursache zu erkennen: Denn so wichtig Schmerz als Warnsignal ist – bleibt er unbeachtet, kann er sich verselbstständigen. Die moderne Medizin verfolgt daher ein klares Ziel: Schmerzen lindern, ohne ihre Botschaft zu überhören.
Wenn der Kopf Alarm schlägt
Manchmal ist es nur ein dumpfes Pochen und an anderen Tagen fühlt es sich an wie ein Gewitter im Kopf: Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Alltag. Medizinisch unterscheidet man zwischen primären Formen wie Migräne, die eigenständig auftreten, und sekundären Kopfschmerzen, welche die Folge einer Verspannung oder Erkrankung wie beispielsweise einer Grippe sind. Die Migräne ist eine besondere Form von Kopfschmerzen. Die chronische neurologische Erkrankung mit starken pulsierenden Schmerzen wird oft von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Sehstörungen begleitet. In der Schweiz ist etwa jede zehnte Person betroffen; Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.
Migräne? Diese vier Tipps können helfen:
- Raum abdunkeln, Licht und Lärm meiden.
- Kalte Kompresse auf Stirn und Nacken legen.
- Ein warmes Fussbad regt die Durchblutung an.
- Meditation und Atemübungen helfen beim Entspannen.