Schnupfen, Husten und Co. – der Winter kann unserer Gesundheit ganz schön zusetzen. Die kalten Temperaturen und die trockene Luft reizen die Atemwege. Sie werden dadurch anfällig für Infektionen mit Erkältungsviren: Die kleinen Erreger können sich leicht in der angeschlagenen Schleimhaut der Nase und des Rachens festsetzen. Der Körper wiederum versucht, sich vor einer Infektion zu schützen und reagiert mit einer Entzündung der Schleimhaut: Abwehrzellen werden gebildet und mehr Schleim produziert mit dem Ziel, die Viren wieder aus dem Körper hinauszubefördern. Trotz ausgeklügelter Abwehrmechanismen können sich Erkältungssymptome oft über Tage oder gar Wochen hinziehen. Bei Symptomen wie Schnupfen und Husten helfen oft einfache Mittel, um den Leidensdruck zu verringern, wie zum Beispiel Inhalieren mit Wasserdampf.

Das bringt’s

Das Einatmen des heissen Wasserdampfs hat zwei Wirkungen: Erstens befeuchtet es die durch Kälte und Trockenheit angeschlagene Schleimhaut. Zweitens: Sind bei einer Erkältung die Atemwege verstopft, kann Inhalieren helfen, die Atemwege von Schleim zu befreien. Das kann das Abhusten und Wegschnäuzen erleichtern und so den Atemfluss verbessern.

So gelingt’s

Fürs Inhalieren bieten sich drei Methoden an: Bei der ersten Methode braucht es lediglich einen Kochtopf und ein Handtuch. Zuerst wird Wasser im Topf erhitzt, dann das Gesicht über das dampfende Wasser gehalten. Das Handtuch wird über den Kopf gelegt, damit der Dampf nicht entweicht – damit wird ein kleines Mini-Dampfbad erzeugt. Aber Vorsicht: Das heisse Wasser kann zu Verbrennungen führen. Zwischen Gesicht und Wasser sollte ein Abstand von mindestens zwei Handbreiten gehalten und das abgekochte Wasser kurz etwas abgekühlt werden. Wem diese Methode zu umständlich ist, kann auf einen eigens fürs Inhalieren angefertigten Inhalator zurückgreifen. Ein Inhalator ist ein Plastikgefäss mit einem aufsetzbaren Trichter, der wie eine Maske über Mund und Nase gehalten wird. Diese zweite Methode eignet sich daher insbesondere auch für Personen, die eine Hauterkrankung im Gesicht oder ein Augenleiden haben, und daher nicht vollständig dem heissen Wasserdampf ausgesetzt sein sollten. Bei der dritten Methode kommt auch ein Inhalator zum Einsatz, allerdings ein elektrischer: Elektrische Inhalatoren zerstäuben das Wasser zu einem feinen Nebel. Die Wassertröpfchen sind danach so klein, dass sie auch die unteren Atemwege erreichen. 

Zusätze: ja oder nein? 

Unabhängig, welche Methode angewendet wird: Fürs Inhalieren wird der Wasserdampf während rund 10 bis 20 Minuten ruhig ein- und ausgeatmet. Dies kann bis zu dreimal am Tag wiederholt werden. Unmittelbar nach der Inhalation empfiehlt es sich, Kälte und Zugluft zu meiden – am besten gönnt man sich eine halbstündige Pause drinnen in der Wärme.
Eine weitere wohltuende Wirkung können auch Zusätze haben, die dem heissen Wasser beigegeben werden, wie zum Beispiel spezielle pflanzliche Produkte oder ein paar Tropfen ätherische Öle. Aber Achtung: Personen mit Pollenallergie sollten darauf achten, dass das Produkt keine Pflanzen enthält, welche die allergische Reaktion auslösen. Auch ätherische Düfte können reizend wirken. Beide Zusätze sollten insbesondere bei Asthma nicht verwendet werden. Weniger bedenklich ist hingegen die Beigabe von Salz – am besten in der gleichen Konzentration, wie die unserer Körperflüssigkeiten. Man spricht auch von einer isotonischen Salzlösung. Diese kann ganz einfach selbst hergestellt werden: Dazu werden neun Gramm Salz in einem Liter Wasser aufgelöst und anschliessend mittels Zerstäuber inhaliert.

Noch Fragen?

Wem dies alles etwas zu theoretisch ist: Rat bezüglich Zusätze fürs Inhalieren oder hilfreiche Tipps bei der Anwendung von Inhalatoren erhalten Sie in Ihrer TopPharm Apotheke. Grundsätzlich gilt: Inhalieren einzig mit Wasserdampf ist für die meisten Menschen geeignet. Aufpassen sollten jene mit niedrigem Blutdruck und anderen Kreislaufbeschwerden, da der heisse Dampf und das intensive Ein- und Ausatmen den Kreislauf belasten können. Vorsicht ist auch für Kinder geboten: Der Dampf kann zu Verbrennungen führen und sollte daher keinesfalls heisser als 40 bis 50 Grad sein. Bei Kleinkindern ist von Inhalationen abzusehen – insbesondere mit Zusatz von ätherischen Ölen und/oder pflanzlichen Präparaten.

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