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Gut geschützt dem Sommer entgegen

Wir können sie kaum erwarten, die ersten Sonnenstrahlen! Doch so gut sie für unsere Seele auch sind, der Haut tun wir mit zu viel Sonne keinen Gefallen. Alles in Massen und richtig geschützt – so dürfen wir den Sommer geniessen.

Wir können sie kaum erwarten, die ersten Sonnenstrahlen! Doch so gut sie für unsere Seele auch sind, der Haut tun wir mit zu viel Sonne keinen Gefallen. Alles in Massen und richtig geschützt – so dürfen wir den Sommer geniessen.

Tipps vom Gesundheits-Coach

Worauf ist beim Kauf von Sonnencreme zu achten?

Vor allem auf den Hauttyp. Entsprechend muss der Lichtschutzfaktor gewählt werden. Die richtige Sonnencreme muss in jedem Fall UVA- und UVB-Schutz beinhalten.

Braucht Kinderhaut mehr Schutz?

Bis zweijährig sollten Kleinkinder möglichst gar nicht an die pralle Sonne. Wenn sich das nicht vermeiden lässt, sollte man einen hohen Schutzfaktor wählen. Zudem ist es wichtig, dass man eine Creme mit einem mineralischen Sonnen-Filter wählt. Im Unterschied zum chemischen dringt dieser nicht in die Haut ein. Mineralische UV-Filter wirken sofort. Sie sind gut hautverträglich und zeigen ein geringes Allergierisiko. Einigen chemischen UV-Filtern wird nachgesagt, dass sie hormonähnlich wirken können. Sie sind deshalb für Säuglinge und Kleinkinder nicht zu empfehlen.

Darf man die Sonnencreme vom Vorjahr noch benutzen?

Wenn die Creme schon geöffnet ist, wird es heikel. Die Hersteller geben ein Jahr Garantie bei geöffneten Tuben. Danach kann es sein, dass die Creme nicht mehr gut schützt.

Wie lange dauert es nach dem Auftragen, bis die Sonnencreme wirkt?

Normalerweise rund eine halbe Stunde. Deshalb sollte man sich immer schon zu Hause eincremen.

Wie viel und wie oft muss man sich eincremen?

Beim Sonnenschutz gilt: Lieber etwas mehr! Ein durchschnittlich grosser Erwachsener benötigt rund zwei Esslöffel Sonnencreme für den ganzen Körper. Das entspricht in etwa 40 Gramm. Nach dem Baden sollte man nachcremen, um den Schutz aufrechtzuhalten. Bei Cremen mit mineralischen Filtern hingegen muss man sich regelmässig neu eincremen, weil spätestens beim Abtrocknen die Creme entfernt wird.

Sonnenschutz – Gut zu wissen

Gut geschützt dem Sommer entgegen

Seychellen, Südtirol oder Schweiz? Wo auch immer Sie Ihre freien Tage verbringen: Die Sonne ist hoffentlich mit von der Partie. Aber mit ihr sind es leider auch die gefährlichen UV-A- und UV-B-Strahlen. Was kurzfristig ein gesunder Teint und jüngeres Aus-sehen mit sich bringt, kann langfristig eine vorzeitige Hautalterung begünstigen oder gar Krebs fördern. Ersichtlich werden die Folgen erst, wenn es zu spät ist. Aber wer denkt schon an so was, solange die Haut straff ist und die Bräune frisch? Kaum jemand. Viele haben dies jedoch schon bitter bereut.

Theorie und Praxis

Auch wenn wir es längst besser wissen müssten: Noch immer schützen sich nur die wenigsten sinnvoll vor zu viel Sonne. Zwischen «Theorie» und «Praxis» -bestehen grosse Unterschiede. Darum fassen wir – bevor der Sommer so richtig losgeht – das Wichtigste zusammen.

Schatten ist der beste Sonnenschutz, das betont auch die Krebsliga Schweiz. Dennoch, Schatten oder ein bedeckter Himmel schützen nicht vor indirekten UV-Strahlen, die beispielsweise von hellen Flächen reflektiert werden. Deshalb gehören geeignete Kleidung und Kopfbedeckung dazu. Polyester schützt besser als Baumwolle, dunkle und weite Kleidung besser als enge, helle. Eine gute Sonnenbrille mit den Vermerken «CE» und «100% UV» sowie die richtige Anwendung von Sonnencreme runden den Schutz ab. Von Mai bis August ist es dennoch ratsam, die Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr nicht im Freien zu verbringen und den UV-Strahlen möglichst auszuweichen. Nicht nur die Ferien, auch der Alltag birgt Gefahren. Schützen Sie sich und Ihre Familie deshalb auch beim Bummeln, Velofahren oder auf dem Schulweg. Auch dann, wenn eine Bise weht oder eine Wolkendecke am Himmel hängt! Denn beides täuscht gerne darüber hinweg, wie stark die UV-Strahlung wirkt.

Cremen – aber richtig!

Wissen Sie, wie viel Sonnencreme Sie auftragen müssen, um den angegebenen Schutz zu erreichen, und wie lange dieser tatsächlich anhält?

Am besten trägt man Sonnencreme kurz vor dem Verlassen des Hauses auf. Die Haut soll gut damit eingedeckt sein, also grosszügig verteilen. Kopfhaut, Lippen und Ohren nicht vergessen! Idealerweise tragen Sie nach rund einer Viertelstunde erneut Creme auf alle ungeschützten Stellen auf. So vermeiden Sie, gewisse Hautstellen zu vergessen und zu wenig Creme aufzutragen.

Dran denken: Nach dem Schwitzen, Schwimmen oder Duschen muss das Eincremen wiederholt werden. Selbst wenn Sie es sich nur auf dem Liegestuhl gemütlich machen und einen sehr hohen Lichtschutzfaktor benutzen, reicht einmal auftragen nicht für den ganzen Tag. Denn durch die Reibung von Kleidern oder dem Badetuch verringert sich die Schutzwirkung ebenfalls. Helle Hauttypen und Kinder sollten mindestens LSF 30, dunkle Erwachsene ab LSF 15 benutzen. Auch den Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen sollte eine gute Sonnencreme gewährleisten.

Sie sind unsicher, wenn Sie vor der riesigen Produkteauswahl stehen? Lassen Sie sich beraten. Eine Fachperson wird durch gezielte Fragen helfen, das für Sie passende Produkt zu finden.

Die Schattenseiten der Sonne

UV-Strahlen gehören zu den Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs. Weisser Hautkrebs, ein Basaliom oder ein Spinaliom, kann meist durch eine Operation entfernt werden und ist deutlich weniger gefährlich als schwarzer Hautkrebs. Dieser aber, auch Melanom genannt, ist aggressiv und kann Metastasen bilden. Gemäss Zahlen der Krebsliga Schweiz erkranken jährlich rund 2400 Menschen an Melanomen, etwa 300 sterben daran.

Auch wenn Hautkrebs nur sehr selten bei Kindern und Jugendlichen auftritt, müssen sie sich ganz besonders gut vor UV-Strahlen und den Folgen schützen. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Bedenken Sie, dass bei Kindern der Schutzmechanismus nicht vollständig ausgebildet und die Haut dünner ist, und achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor allem im ersten Lebensjahr nicht direkter Sonne ausgesetzt wird. Langärmelige UV-Schutzkleidung mit Sonnen-hut und für die übrigen Körperpartien spezielle Kindercremen bieten zwar guten, aber keinen vollständigen Schutz.

Schatten ist und bleibt die beste Wahl. Und mal ehrlich: Eigentlich ist es dort doch viel angenehmer, als direkt an der heissen Sonne zu schwitzen.

Sie sind bereit? Dann kann der Sommer ja kommen!

Text: Brigitte Bircher-Schöb