Unzählige körperliche, psychische und äussere Faktoren beeinflussen unseren Schlaf. Dabei ist genügend Schlaf lebensnotwendig. Nicht nur wegen der unsichtbar ablaufenden körperlichen Prozesse zur Regeneration, sondern auch wegen dessen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit am Tag und auf andere Aspekte unserer Gesundheit (beispielswiese dem Depressionsrisiko). Neben der Gesamtdauer des Schlafs können auch bestimmt Phasen des Schlafs gestört und die Erholsamkeit insgesamt reduziert sein. Am häufigsten (d.h. bei 43% der Schweizer Bevölkerung mindestens manchmal) erwachen Betroffene mehrmals während der Nacht auf, gefolgt von unruhigem Schlaf, zu frühem Aufwachen und Einschlafschwierigkeiten.

Die wichtigsten Schlafstörungen sind:

Schlaflosigkeit oder «Insomnie» ist die häufigste Form der Schlafstörungen und äussert sich meist durch eine Einschlafstörung, welche zu einer insgesamt zu kurzen Schlafdauer führt.

Bei übermässiger Tagesschläfrigkeit oder «Hypersomnien» ist genügend Schlafdauer vorhanden, jedoch dennoch mit ausgeprägter Müdigkeit und Schlafverlangen am Tag.

Bei sogenannten zirkadiane Rhythmusstörungen ist der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus durch Wechsel in der Tageshelligkeit gestört, beispielsweise bei einem Jet-Lag.

Der Schlaf kann auch durch schlafbegleitende Störungen beeinträchtigt sein, im Falle der sogenannten «Parasomnien» (wie Schlafwandeln oder Albträume), oder durch schlafbezogene Bewegungs- oder Atmungsstörungen (wie Schlafapnoen).

Schlafstörungen können eine Folge einer anderen Grunderkrankung sein, z.B. → Neurodermitis oder depressive Erkrankungen.

Falls ein Auslöser für die Schlafstörungen bekannt ist, können fokussiert darauf Massnahmen ergriffen werden. Wichtig ist in jedem Fall eine möglichst gute Schlafhygiene (d.h. «gesunde Rahmenbedingungen» für den Schlaf, siehe unten) und konsequente Schlafzeiten von ausreichender Länge. Diese sind individuell verschieden. Auch entspannungsfördernde Aktivitäten wie Yoga können helfen. Es gibt pflanzliche Arzneimittel, welche bei leichten Schlafstörungen eingesetzt werden können.

Schlafstörungen können sich am Tag äussern durch:

  • Konzentrations- und Leistungsschwäche
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Teils Kopfschmerzen

Zur Diagnosehilfe kann ein Schlaftagebuch geführt werden.

Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene:

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und ausreichend. Vermeiden Sie jedoch späte und üppige Mahlzeiten.
  • Bewegen Sie sich regelmässig an der frischen Luft. Vermeiden Sie jedoch Sport kurz vor dem Schlafengehen.
  • Achten Sie auf möglichst wenige Störquellen (dies können Haustiere oder das Handy im Schlafzimmer sein).
  • Belüften Sie Ihr Schlafzimmer ausreichend.
  • Vermeiden Sie soweit möglich übermässigen Stress.
  • Rauchen Sie nicht und konsumieren Sie Alkohol und Koffein in gutem Mass und nicht vor dem Schlafengehen.
  • Reduzieren Sie Ihre Bildschirmzeit kurz vor dem Schlafengehen.

Die Schlafhygiene hat zum Ziel, mit bestimmten Massnahmen die Voraussetzungen für einen gesunden, natürlichen und erholsamen Schlaf erwiesenermassen zu fördern und damit Schlafstörungen vorzubeugen. Dazu gehören zum Beispiel: Regelmässige Schlafenszeiten, Bettlektüre, Belüftung im Schlafzimmer etc.

Mit Schlafarchitektur bezeichnet man den Ablauf der verschiedenen Stadien des Schlafes, wie sie anhand verschiedener Messverfahren unterschieden werden können: Es gibt die Einschlafphase, der Tiefschlaf oder der sogenannte REM-Schlaf (für rapid eye movement).

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