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Die Ausgaben für Prävention lohnen sich

Jeder Franken, der für Gesundheitsförderungsprogramme ausgegeben wird, bringt fast sechs Franken zurück. Von einem Return on Investment von diesem Ausmass spricht der Bundesrat in der Antwort auf einen Vorstoss aus dem Nationalrat.

Gemäss einer gemeinsamen Studie des Weltwirtschaftsforums und der Weltgesundheitsorganisation erzielt ein Franken, der in Gesundheitsförderungsprogramme investiert wird, einen Return on Investment von exakt 5,81 Franken. Das hält der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Motion von Sebastian Frehner (SVP/BS) fest.

Viel stärker ist der Effekt bei der Prävention von Alkohol- und Tabakkonsum. Beim Alkohol betrage das Verhältnis 1 zu 23, bei Tabak sogar 1 zu 41. Das hält der Bundesrat gestützt auf eine Studie des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie und des Instituts für Wirtschaftsforschung der Universität Neuenburg zur Prävention von Alkoholmissbrauch und Tabakkonsum aus dem Jahr 2010 fest.

Die Kosten für Prävention lagen 2013 bei 2,2 Prozent der gesamten Ausgaben von 70 Milliarden Franken für das Gesundheitswesen. Oder in absoluten Zahlen: Bund, Kantone, Gemeinden, Sozialversicherungen und Private gaben zusammen 1,5 Milliarden für die Prävention aus.

Frehner fordert, beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) für die Prävention nur noch halb so viel Personal und Geld einzusetzen wie heute. Laut dem Bundesrat hat das BAG für alle Präventionsprogramme ein Budget von 17 Millionen Franken. Dieser Kredit sei zwischen 2004 und 2014 halbiert worden.

Über 50 Millionen Franken - über 80 Prozent aller Gesundheitskosten – seien 2011 wegen nicht übertragbarer Krankheiten ausgelegt worden, hielt der Bundesrat fest. Prävention und Gesundheitsförderung trügen zur Eindämmung des Anstiegs der Gesundheitskosten bei.

Quelle: sda

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