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APROPOS Ausgabe 2/22
Kühler Kopf in Hitzenächten

Sich vor Hitze schlaflos in den Bettlaken wälzen? Lassen Sie sich die Nacht nicht verderben! Wir verraten Ihnen, wie Sie auch in Hitzenächten gut schlafen.

Von Bettina Grossen

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Essen und Trinken anpassen

Vermeiden Sie schwer verdauliche, scharfe sowie heisse Mahlzeiten und essen Sie spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr. Trinken Sie über den Tag verteilt bis zu 3 Liter Wasser, Kräutertee oder Saftschorle. Am besten nicht direkt aus dem Kühlschrank, da durch Kaltgetränke die Wärmebildung im Körper umso mehr angeregt wird. Trinken Sie vor dem Einschlafen eine lauwarme Tasse Tee mit schlaffördernden Kräutern, wie zum Beispiel Baldrian oder Melisse. Der Tee hilft, den Körper zu entspannen und das Nervensystem zu beruhigen.

Erfrischung vor dem Schlafen

Duschen Sie am Abend vor dem Zubettgehen. So werden Sie nicht nur den Alltagsschweiss und die Pflanzenpollen los, sondern entspannen und erfrischen Ihren Körper. Entgegen dem Drang nach Abkühlung sollten Sie lieber lauwarm statt kalt duschen, da sich sonst die Gefässe verschliessen und sich dadurch die Wärme im Körper staut. Das Resultat: Sie schwitzen noch mehr als vorher. Verwenden Sie ein Duschmittel mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Lavendel oder Kamille, um den entspannenden und schlaffördernden Effekt der Dusche zu verstärken. Bonustipp: Füllen Sie am Morgen eine Bettflasche mit Wasser und legen Sie diese in den Kühlschrank. Nehmen Sie sie am Abend heraus und legen Sie sie ans Fussende für eine zusätzliche Erfrischung.

 

Verzichten Sie auf Klimaanlagen und Ventilatoren

Auch wenn der Gedanke an eine kühlende Brise zum Einschlafen angenehm klingt; versuchen Sie, den Einsatz von Klimaanlagen und Ventilatoren zu vermeiden. Denn der konstante Luftzug erhöht die Erkältungsgefahr. Zudem fressen solche Geräte die ganze Nacht unnötig Energie und verursachen Geräusche, die Ihren Schlaf unbewusst stören können. Setzen Sie die Klimaanlage entsprechend gezielt ein, indem Sie den Raum in den Stunden vor dem Zubettgehen auf eine angenehme Temperatur abkühlen und dann vor dem Schlafen den Stecker ziehen. 

Unnötige Wärmequellen abschalten

Elektronische Geräte geben auch im Standby-Modus Wärme ab. Ziehen Sie am Abend Ihren elektronischen Geräten im Schlafzimmer den Stecker oder deponieren Sie sie am besten gleich in einem anderen Zimmer.

 

Raumtemperatur senken

Ein gemässigtes Raumklima ist das A und O für einen erholsamen Schlaf. Ideal sind Temperaturen um 18 Grad. Öffnen Sie dazu morgens und abends alle Fenster und sorgen Sie für 15 Minuten Durchzug. Halten Sie während dem Tag die Fenster geschlossen und dunkeln Sie die Räume mithilfe von Rollläden und Vorhängen ab. In der Nacht kann das Fenster gekippt werden, achten Sie aber darauf, nicht im Durchzug zu liegen. Schwitzen Sie in der Nacht, kann der Luftzug von draussen zu einem steifen Nacken oder einer Erkältung führen.

Die richtige Bettwäsche

Benutzen Sie im Sommer Bettwäsche und Pyjama aus temperaturausgleichenden Materialien. Besonders geeignet sind Baumwolle, Seide und Leinen. Auch wenn es vielleicht verlockend ist, schlafen Sie nicht ohne Decke, um in der Nacht nicht auszukühlen. Decken Sie sich mit einer Sommerbettdecke oder einem Laken zu. Für «Gfrörlis»: Legen Sie sich neben dem Bett weitere Decken bereit, um für nächtliche Temperaturschwankungen gerüstet zu sein.

Nichts schlimmer als Mücken!

Halten Sie die kleinen Blutsauger aus dem Schlafzimmer fern und schmücken Sie gleichzeitig Ihre Fensterbank: Zitronenmelisse, Katzenminze und Basilikum wirken auf Mücken abstossend. Falls Sie der Geruch von ätherischen Ölen nicht stört, eignen sich diese hervorragend, um mittels Raumspray Abhilfe zu schaffen. Achten Sie darauf, dass der Anteil des Öls am Raumspray dabei mindestens 5% beträgt. Ideale Aromen sind beispielsweise Zitronengras, Minze, Eukalyptus, Zimt und Nelken. Doppelte Lavendelkraft: Lavendel fördert nicht nur den Schlaf, sondern hilft zudem gegen Mücken!

Schlaffördernde Atmosphäre schaffen

Das Licht hat einen grossen Einfluss auf unsere Schlafqualität und die Hormone, die unseren Schlaf regulieren. Dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer ab, wenn Sie schlafen gehen. Legen Sie Ihre Arbeit beiseite und verzichten Sie darauf, kurz vor dem Schlafengehen an Handy und Laptop zu sein, da das blaue Licht der elektronischen Geräte das Einschlafen erschwert. Diverse ätherische Öle und Nahrungsergänzungsmittel fördern das Ein- und Durchschlafen zusätzlich. Lassen Sie sich dazu von einer Fachperson in Ihrer TopPharm Apotheke beraten.