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APROPOS Ausgabe 2/22
Eine würzige Reise um die Welt

Gewürze bringen Pep auf den Teller, wecken mit ihren wunderbaren Aromen das Fernweh und fördern mit ihren heilsamen Inhaltsstoffen die Gesundheit. Tauchen Sie mit APROPOS in die vielfältige Welt der Gewürze ein.

Von Inga Pfannebecker

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Foto: Inga Pfannebecker

 

Zimt

Herkunft: Zimt wird aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums gewonnen, dessenUrsprung in China und Indien liegt.

Gesundheitsbonus: Wirkt antibakteriell und verdauungsfördernd, kann einen Effekt auf den Blutzucker und das Cholesterin haben.

Geschmack: intensiv süsses Aroma mit holzig-warmen Noten.

Gut zu wissen: Bevorzugen Sie Ceylon-Zimt. Dieser ist zwar teurer, hat aber auch ein feineres Aroma als Cassia-Zimt und enthält deutlich weniger Kumarin, das in grösseren Mengen die Leber schädigen kann.

Verwendung: In Europa wird Zimt vor allem für Süssspeisen, Gebäck und Weihnachtliches wie Glühwein verwendet. Er eignet sich aber auch, um herzhafte Schmorgerichte zu aromatisieren.

Pfeffer

Herkunft: Pfefferkörner sind die Früchte einer tropischen Kletterpflanze. Sie wird vor allem in Asien, Madagaskar und Brasilien angebaut.

Gesundheitsbonus: Kurbelt Verdauung und Durchblutung an und erhöht die Bekömmlichkeit von Speisen.

Geschmack: scharf, warm und aromatisch.

Gut zu wissen: egal ob weisser, schwarzer oder grüner Pfeffer: Alle Sorten stammen von derselben Pflanze. Sie werden nur unterschiedlich reif geerntet und behandelt.

Verwendung: Für kräftige Fleischgerichte ist schwarzer Pfeffer ideal. Zu hellen Saucen und Suppen sowie dezent gewürzten Speisen passt die weisse Variante. Da Pfeffer das Aroma von Speisen verstärkt, kann eine Prise Pfeffer auch Süssem wie z.B. Schokoladencreme guttun.

Safran

Herkunft: Bei Safran handelt es sich um die getrockneten Blütennarben aus dem Inneren der Krokusart Crocus sativus. Safran stammt aus Kleinasien und wird heute vor allem im Iran und in angrenzenden Ländern sowie in Spanien angebaut.

Gesundheitsbonus: Regt Kreislauf und Verdauung an, wirkt krampflösend und stimmungsaufhellend.

Geschmack: sehr aromatisch und zart-bitter.

Gut zu wissen: Safran sollte nicht lange kochen, deshalb möglichst spät zum Gericht geben.

Verwendung: Fäden mit wenig Salz oder Zucker im Mörser zerreiben und in etwas lauwarmem Wasser auflösen. Fein für Reisgerichte wie Risotto oder Paella, Fischsuppen, Couscous, süsses Hefegebäck oder Desserts.

Muskatnuss

Herkunft: Die Nüsse stammen aus den Früchten des tropischen Muskatnussbaums, der seinen Ursprung in Indonesien hat.

Gesundheitsbonus: Besänftigt den Bauch, beruhigt die Nerven und hilft beim Einschlafen.

Geschmack: würziges Aroma mit ganz leichter Schärfe.

Gut zu wissen: Muskat bei einer Histamin-Unverträglichkeit meiden.

Verwendung: frisch gerieben am Ende der Kochzeit zu den Speisen geben. Ideal für Kartoffel- und Nudelgerichte, zu Gemüse wie Spinat oder Blumenkohl, hellen Saucen und Backwaren wie Lebkuchen.

Currypulver

Herkunft: Curry ist eine Gewürzmischung. Hauptbestandteil und Farbgeber ist Kurkuma. Dazu kommen Gewürze wie Chili, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Pfeffer, Gewürznelken, Fenchelsamen, Ingwer und Zimt. Ihren Ursprung hat die Mischung in Indien, wo die Engländer sie während der Kolonialzeit im 19. Jahrhundert erfunden haben.

Gesundheitsbonus: Kurkuma fördert die Verdauung und die Bekömmlichkeit von Speisen und wirkt entzündungshemmend.

Geschmack: Geschmack und Schärfe variieren je nach Zusammenstellung. Allen Mischungen gemeinsam ist das bitter-erdige Aroma von Kurkuma.

Gut zu wissen: Um dem Pulver viel Aroma zu entlocken, in etwas Fett 1–2 Minuten andünsten.

Verwendung: super für Currys, Suppen, Saucen, Dips, Wok- und Reisgerichte.

Kreuzkümmel

Herkunft: Die Samen stammen von der krautigen Kreuzkümmelpflanze, die im arabischen und afrikanischen Raum sowie am Mittelmeer heimisch ist.

Gesundheitsbonus: Tut der Verdauung gut, verbessert die Bekömmlichkeit von Speisen und wirkt pilzhemmend.

Geschmack: leicht bitter und intensiv aromatisch.

Gut zu wissen: Kreuzkümmel kann europäischen Kümmel ersetzen. Dazu die Menge etwas erhöhen, da er ein dezenteres Aroma hat.

Verwendung: Samen im Ganzen oder als Pulver verwenden und ohne Fett kurz anrösten. Toll zu herzhaften Fleischgerichten, Currygerichten, südamerikanischen und arabischen Spezialitäten.

Indischer Kichererbsensalat

Für 4 Portionen

Zubereitung: ca. 25 Min.

1 Dose Kichererbsen (240 g Abtropfgewicht) abgiessen. 1 rote Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. ½ grosse Salatgurke waschen, längs halbieren, entkernen und würfeln. 1 gekochte Kartoffel (ca. 250 g) schälen, würfeln. 2 grüne Chilischoten längs halbieren, entkernen, waschen, klein schneiden. Kerne aus ½ Granatapfel herauslösen. Blätter von 1 Bund Koriander oder glattem Peterli hacken. 2–3 EL Limettensaft, 1 EL Rapsöl und je ½ TL Kreuzkümmel- und Currypulver verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vorbereitete Zutaten untermischen. Blätter von 3 Stielen Minze hacken. Unter 200 g Joghurt heben, salzen. Salat mit Joghurt und nach Belieben Mango-Chutney anrichten.