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Zell-Atlas der Netzhauterkrankungen
Rund 200 Genmutationen sind bekannt, die zu einer Sehbehinderung oder Blindheit führen. Basler Forscher haben nun eine Art Atlas erstellt, der zeigt, in welchen Zellen der Netzhaut die beschädigten Gene ihr Unheil anrichten.
Die Gen-Karte erlaube es, die Suche nach den Krankheitsmechanismen einzuschränken und eröffne neue Möglichkeiten für therapeutische Ansätze, teilte das Friedrich Miescher Institut in Basel am Montag mit. Ein Team um den Neurobiologen Botond Roska habe den Atlas im Forschungsmagazin "Nature Neuroscience" veröffentlicht.
Die Forscher hatten die Aktivität der mutierten Gene ermittelt. Denn Gene sind in nicht allen Zellen des Körpers gleichermassen aktiv. Um eine Therapie für eine Genkrankheit zu entwickeln, sollten Forscher deshalb nicht nur die Mutation selber kennen, sondern auch, wo sie ihr Unheil anrichtet.
Roska und seine Kollegen konnten die Aktivität aller Gene, die mit einer Netzhautkrankheit verknüpft sind, einem klar definierten Zelltypen zuordnen.
Damit lässt sich die Suche nach dem Krankheitsmechanismus einschränken.
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